Gute Beispiele – Gute Pflege

Mit den auf dieser stetig wachsenden Plattform dargestellten Modellen wollen wir Konzepte an die Hand gegeben, mit denen die wesentlichen Handlungsfelder der Aktion #PflegeJetztBerlin bereits durch gute Beispiele aufgegriffen werden. Alle Modelle wurden in der Praxis entwickelt und werden von den Krankenhäusern bereits erfolgreich eingesetzt. Diese Praxisnähe fördert die Nachahmung der Modelle in anderen Krankenhäusern entscheidend.

Diese Plattform wächst von Monat zu Monat – übermitteln auch Sie uns gerne Ihr „Gutes Beispiel“: pflege@bkgev.de.

Image / Recruiting
Ausbildung
Neuordnung von Aufgaben (Akademisierung, Delegation-Substitution etc.)
Entbürokratisierung
Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf
Teilzeitquote
Wiedereinstieg in die Pflege
Betriebliche Gesundheitsförderung
Ausländische Fachkräfte
Infrastruktur
Digitalisierung
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AusbildungEntbürokratisierunGTeilzeitquoteVereinbarkeit von Pflege, Familie und BerufWiedereinstieg in die PflegeNeuordnung von Aufgaben (Akademisierung, Delegation-Substitution etc.)
Wertschätzungausländische FachkräfteInfrastrukturDigitalisierung

Die Weiterbildungsakademie der DRK-Schwesternschaft Berlin

Fachliche Expertise, Führungsverantwortung, pädagogische Qualität: Jede Pflegefachperson wird in den DRK Kliniken Berlin individuell – also nach den Kriterien Eignung und persönlicher Entwicklungswunsch – beurteilt und gefördert.

Lernen – an der eigenen Akademie

Die Weiterbildungsakademie der DRK-Schwesternschaft Berlin bietet denen Möglichkeiten zur Entwicklung fachlicher Expertise an, die sich spezialisieren wollen, zum Beispiel in den staatlich ankerkannten Fachweiterbildungen der Anästhesie- und Intensivmedizin oder mit der endoskopischen Fachweiterbildung. Kurse, die nicht im eigenen Haus angeboten werden, lassen sich über Kooperationen extern absolvieren – bei voller Kostenübernahme und Freistellung. Mit der berufspädagogischen Zusatzqualifikation können Pflegende dann als Praxisanleiter mit Aufstiegsmöglichkeiten zur Zentralen Praxisanleitung tätig sein oder ein Pädagogikstudium aufnehmen: Wer es bis zum Master schafft, kann wiederum am Bildungszentrum des Unternehmens die Auszubildenden auf den Pflegeberuf vorbereiten.

Angebot: Karriere

Karrieremöglichkeiten im Unternehmen schaffen, auch das bringt dem Pflegeberuf Attraktivität, wertet ihn auf und macht ihn interessant für Jugendliche, die sich ihre Zukunft in der Pflege vorstellen. Jedes dieser Angebote ist transparent – wer sich für den nächsten Schritt auf dem Karriereweg entschieden hat, soll sich angesprochen fühlen. Auf der Homepage und im Intranet wird für die Teilnahme geworben, auch ist „Karriere“ Thema von Kommunikationsforen wie beispielsweise dem MamaTreff, einer Gesprächsrunde von Pflegenden in Elternzeit mit Mitarbeiterinnen aus der Führungsebene der Rotkreuz-Schwesternschaft – viele ihrer Mitglieder wollen sich trotz Familie beruflich weiterentwickeln, in der DRK-Schwesternschaft Berlin wird dieser Drang nach mehr gezielt gefördert. Zudem informieren die Pflegedienstleitungen und ihre Abteilungsleiterinnen über Aufstiegschancen. Gerade den PDLs kommt bei der Karriereplanung eine besondere Rolle zu: Sie tauschen sich aus mit Interessenten und mit denen, die sich aus ihrer Sicht unbedingt weiterentwickeln sollten – im Turnus finden diese Gespräche statt.

Persönliche Qualitätsoffensive

Für die Besetzung von Mitarbeiterstellen werden schließlich die Besten gebraucht, die Qualifizierten. Auch wer in der Pflege Führungsverantwortung übernehmen möchte, muss besondere Qualifikationen besitzen: Ein Studium kann diese vermitteln. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich für ein Studium interessieren, vergibt die Schwesternschaft Stipendien. Das Bestreben nach einer Akademisierung in der Pflege betrifft sowohl das Thema „Advanced Nursing Practice“ im Sinne des Expertenwissens mit direktem Einfluss auf den Patienten als eben auch Akademisierung für die spezielle Übernahme von Aufgaben als Führungskraft. Ein Studium kostet Zeit und Geld. So kommen zur Übernahme sämtlicher Kosten für das Studium wie Immatrikulations- und Semestergebühren eine teilweise Freistellung und die Aussicht, nach Studienabschluss als Führungskraft eingesetzt zu werden.

Bestbetreuung

Der Weg dorthin ist lang, aber durch enge Begleitung zu meistern. Die Studierenden dürfen alle Publikationen nutzen, die ihnen die Bibliothek der Weiterbildungsakademie bietet, sie bekommen freien Zugang zum umfassenden Wissensportal im Intranet der DRK Kliniken Berlin und den Zugriff auf wichtige Datenbanken. Die erforderlichen Praktika können die Studierenden selbstverständlich in den DRK Kliniken Berlinabsolvieren. Da das Studium berufsbegleitend angelegt ist, lassen sich Arbeitszeiten flexibel anpassen, je nach persönlicher Lebenssituation, insbesondere für Alleinerziehende ist dies oft ausschlaggebend. Betreuung und Beratung werden vom ersten Studientag angeboten: bei der Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten und der Durchführung von Studienprojekten, an deren Ergebnissen auch das Unternehmen selbst interessiert ist.

Führungsbereit

Nach dem Studium erwarten die neuen Führungskräfte anspruchsvolle Aufgaben: Jetzt werden sie in viele Entwicklungsprozesse eingebunden. Und sie entscheiden mit, tragen nun eine andere Verantwortung. Karriere machen bringt mehr Selbstbewusstsein und zusätzliche Motivation, Zufriedenheit schafft Bindung. Zudem sind diese Absolventen auch Vorbilder, an denen sich der Nachwuchs orientiert. Ob in fachlicher Expertise weitergebildet oder im Studium neue Qualifikationen angeeignet: Absolventen als Dozenten engagieren sich in Weiterbildungsakademie und Bildungszentrum und geben so neuerworbenes Wissen weiter an die, die sich ebenfalls für das lebenslange Lernen entschieden haben.

Hochschulen als Partner

21 Studentinnen und Studenten unterstützt die DRK-Schwesternschaft Berlin zurzeit mit einem Vollstipendium: An der HFH Hamburger Fern-Hochschule, der Akkon Hochschule und an der IB Hochschule für Gesundheit und Soziales studieren sie Pflegemanagement, Gesundheits- und Sozialmanagement oder Berufspädagogik. Und: Bereits in der Ausbildung – am biz Bildungszentrum für Pflegeberufe – bietet sich den Auszubildenden die Option, an der Hamburger Fernhochschule parallel ein Studium absolvieren.

Karrierewelt Pflege – man muss nur die Aufstiegschancen nutzen.

Bindung Auszubildender an das BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin

Beziehungsarbeit und regelmäßiger direkte Kontakt mit Auszubildenden

Beziehungsarbeit und der regelmäßige direkte Kontakt mit unseren Auszubildenden ist für uns Grundlage einer erfolgreichen Bindung an unser Haus. Die Auszubildenden werden dabei sowohl in den theoretischen als auch in den praktischen Phasen der Ausbildung engmaschig durch vollfreigestellte Hauptpraxisanleiter*innen begleitet. Neben regelhaften Treffen der Kurse vor und nach jedem Einsatz, stehen dieHauptpraxisanleiter*innen den Auszubildenden jederzeit für Fragen und persönliche Gespräche zur Verfügung.

Etwaige Herausforderungen, Leistungsstände werden so frühzeitig erkannt und unseren Azubis Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten auch für die Zeit nach der Ausbildung aufgezeigt. Zusätzlich wird das Feedback der Auszubildenden mit den jeweiligen Schul- und Kursleitungen der theoretischen Ausbildung und mit den Praxisanleiter*innen, Mentor*innen der praktischen Einsatzbereiche besprochen bzw. evaluiert.

Ausbildungskurs April 2020 mit besonderem Konzept zur Integration und Bindung

Das Jahr 2020 mit der Corona-Pandemie hat auch uns vor besondere Herausforderungen gestellt. Für den Ausbildungskurs April 2020 wurde kurzfristig ein besonderes Konzept zur Integration und Bindung ans Unternehmen entwickelt. Durch den verschobenen Schulstart und der damit einhergehenden Entscheidung, Auszubildende nicht ohne erste theoretische Kenntnisse in der Praxis einzusetzen, wurde ein spezielles Lernprogramm und Kommunikationsnetzwerk erarbeitet.

Ein erstes Kennenlernen der Auszubildenden untereinander und mit den Hauptpraxisanleiter*innen erfolgte in Kleingruppen direkt im Unfallkrankenhaus. Nach einer ausführlichen Vorstellung des Klinikums, wurden gemeinsam Zugänge zu einer digitalen Lernplattform angelegt und der Umgang mit dieser geschult.

Die Auszubildenden erhielten wöchentliche Lernaufgaben und das entsprechende Lernmaterial zur Verfügung gestellt. Konkrete Vorgaben halfen den jungen Menschen sich während ihrer ersten beruflichen Schritte zu strukturieren und zu orientieren. Im Anschluss wurden die Ergebnisse in Kleingruppen per Video-Konferenzen besprochen. Zwischenfragen und Probleme bei der Bearbeitung konnten jederzeit via Mail oder Telefon geklärt werden.

Austausch im Online-Format

Vor allem der Austausch im Online-Format stellte sich als besonders produktiv dar. Durch die unterschiedlichen Vorerfahrungen der Azubis konnten diverse Erlebnisse und praktische Beispiele in die Themen eingearbeitet und ein praktischer Bezug hergestellt werden.

Diese enge Begleitung und Betreuung der Auszubildenden zahlt sich aus und wird durch die sehr guten Quoten der bestandenen Probezeit und der Übernahmen bestätigt.

Ansprechpartner: Carsten Seide, Hauptpraxisanleiter, E-Mail: Carsten.seide@ukb.de

Charité nutzt Chancen der Generalistik und spezialisiert intern

Die Charité Universitätsmedizin Berlin bereitet sich auf die Absolvent*innen der generalistischen Pflegeausbildung vor.

Bereits während der Ausbildung haben Auszubildende der Charité die Möglichkeit, durch Praxisseminartage ihr Interesse an den unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten der universitären pflegerischen Versorgung zu entwickeln. Allen Auszubildenden wird zukünftig bei Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis ein fachspezifisch ausgerichtetes Traineeprogramm angeboten. Alle Programme erstrecken sich über einen Zeitraum von 6 Monaten. Sie beinhalten eine definierte und an Einarbeitungskonzepten orientierte praktische Einarbeitung, welche durch ausgebildete Praxisanleiter*innen gewährleistet wird.

Zusätzlich erhalten die Absolvent*innen auf den Fachbereich zugeschnittene modulare und in sich geschlossene Theorieeinheiten in einem Umfang von bis zu sechs Wochen. Die curriculare Gestaltung der Module erfolgt durch akademisch ausgebildete Hauptpraxisanleiter*innen und Hauptpraxisentwickler*innen. Diese verfügen über ein Studium der Gesundheitspädagogik oder über ein Studium der erweiterten klinischen Pflegekompetenz.

Ab April 2021 Start im Traineeprogramm für Intensivpflege, Management oder Pädiatrische Pflege - ab Oktober 2021 für Onkologische und Psychiatrische Pflege

Je nach Einsatzort und Aufgabenbereich kann ab April 2021 der Start im Traineeprogramm für Intensivpflege, Management oder Pädiatrische Pflege erfolgen. Ab Oktober 2021 folgen die Programme für Onkologische und Psychiatrische Pflege. Ab April 2022 gesellen sich die Traineeprogramme für die chirurgische und die innere stationäre Pflege zum Portfolio hinzu. Geplant ist, dass alle Programme zwei Mal jährlich starten, jeweils im April und im Oktober eines jeden Kalenderjahres.

Seit 2012 zwei Traineeprogramme: Intensivpflege und Management zukünftiger Führungskräfte des Pflege- und Funktionsdienstes

Bereits seit 2012 bietet die Charité für Fachpflegende zwei Traineeprogramme an. Einerseits für die Intensivpflege und andererseits für das Management zukünftiger Führungskräfte des Pflege- und Funktionsdienstes. Da beide Programme einen hohen Zuspruch erfahren, war die Entscheidung zur Ausweitung der Traineeprogramme eine logische Folge. Damit reagiert Deutschlands größte Universitätsklinik auf die neue Struktur der Pflegeausbildung und spezialisiert die Mitarbeiter*innen im Anschluss nach fachlichen Interessen und internen Personalbedarfen weiter.

Autoren: Doris Freyberg, Andreas Sund, Charité Universitätsmedizin Berlin, Geschäftsbereich Pflegedirektion

Ansprechpartner: Andreas Sund, Koordinator Traineeprogramme, E-Mail: andreas.sund@charite.de

Steigerung der Ausbildungsattraktivität durch praxisnahen Klinikunterricht – Park-Klinik Weißensee

Um die Qualität und Struktur der Ausbildung zu erhöhen, haben wir uns in der Park-Klinik Weißensee entschlossen den internen Klinikunterricht einzuführen. Unser Ziel im Klinikunterricht ist neben der Wissensvermittlung durch Praxisanleiter, Experten und Ärzte einen Raum für die Fragen und Fehlerbehebung unserer Auszubildenden zu schaffen.

Das, was im normalen und stressigen Stationsalltag untergeht, soll im Klinikunterricht in kleinen Gruppen Priorität haben: anschauliche Wissensvermittlung, Erfahrungsaustausch der Auszubildenden untereinander, Zeit für Übungen an Beispielen auch am Patientenbett.

Die Park-Klinik-Weißensee bildet mehr als 40 Auszubildende aus, aufgeteilt auf drei Ausbildungsjahre, in der Gesundheits- und Krankenpflege bzw. zum/r Pflegefachmann/-frau. Zusätzlich beginnen jährlich fünf Auszubildende eine Ausbildung zum/r Krankenpflegehelfer/in. Unsere Ausbildungskoordinatorin betreut die Auszubildenden individuell und unterstützt bei den Anleitungen auf den Einsatzstationen. Im Herbst 2020 haben wir mit den ersten Auszubildenden den Klinikunterricht in der Startphase der Ausbildung durchgeführt. Nun beginnen wir die Kliniktage während der weiteren Ausbildungszeit vorzubereiten. Perspektivisch sind zwei Klinikunterrichtstage pro Ausbildungshalbjahr während der gesamten Ausbildung geplant.

Eine gute Basis schaffen für den richtigen Start in die Ausbildung

Die Auszubildenden der generalistischen Ausbildung starten in die Praxis mit vier Einführungstagen, in denen der erste Klinikunterricht stattfindet. In den ersten Tagen der praktischen Ausbildung erfolgt die Wissensvermittlung zu den Themen Patientenbeobachtung, Pflegeprobleme sowie Erstellen einer Pflegeplanung.

Diese Themen wurden bewusst zu Beginn der Ausbildung gewählt, da unsere Erfahrung gezeigt hat, dass einige Auszubildende Schwierigkeiten haben Pflegeprobleme zu formulieren, auch wenn diese erkannt werden. Auch wenn das Erstellen einer Pflegeplanung nicht zur täglichen Routinearbeit in unserem Krankenhaus gehört, hilft es dem Auszubildenden sehr, den Pflegebedarf einzuschätzen, sowie die Priorisierung der Pflegeprobleme vorzunehmen.

Um den Fokus der Auszubildenden auf den wichtigen Schritt zu lenken und den Pflegebedarf zu ermitteln, erfolgt zunächst eine Wissensvermittlung zu Definition, Aufbau und Formulierung einer Pflegeplanung. Es wird eine Lernaufgabe inkl. Fallbeispiel verteilt, die eine schrittweise Erstellung einer Pflegeplanung erfordert. Im Anschluss folgt ein Austausch in der Gruppe, in dem jedes Pflegeproblem mit den dazugehörigen Ressourcen, Zielen und Maßnahmen diskutiert wird. Zudem werden Pflegerichtlinien, sowie Expertenstandards vorgestellt. Um das erworbene Wissen zu vertiefen, wird eine zweite Pflegeplanung anhand eines Fallbeispiels erstellt.

Das zweite Thema des Klinikunterrichts während der Einführungstage sind die Vitalzeichen. Auch hier erfolgt die Wissensvermittlung durch Praxisanleiter. Es werden „Stationen“ aufgebaut, an denen die Messung eines oder zwei Vitalzeichen intensiv geübt wird. Dazu steht der Gruppe der Auszubildenden ein Praxisanleiter zur Verfügung. Die Auszubildenden erhalten praxisnahe Aufgaben (z. B. „Laufen Sie zügig die Treppen hoch und messen Sie anschließend Ihren Puls. Begründen Sie diesen Wert.“), um physiologische und pathologische Abweichungen vom Normwert begründen zu können.

Des Weiteren konnte bereits der Klinikunterricht zum Thema Diabetes eingeführt werden. Es wurde durch unsere Diabetesberaterinnen ein Konzept zur Wissensvermittlung des komplexen Themas erarbeitet mit dem Ziel, die Inhalte dem Ausbildungsstand entsprechend zu vermitteln. Dieser Unterricht erfolgt dreimal in der Ausbildung. Im ersten Halbjahr wird Basiswissen zu Diabetes sowie die praktische Durchführung der Blutzuckermessung geübt. Im dritten Ausbildungshalbjahr werden die Ursachen und Wirkungen der Diabetesspätfolgen besprochen. Abschließend erfolgt im fünften Ausbildungshalbjahr die Wissensvermittlung zu Notfallsituation im Rahmen der Diabetes-Erkrankung.

Bereits vorbereitet und an vorherigen Kursen erprobt wurde der Unterricht zur Medikamentenberechnung. Dieser wurde von Fachschwestern/-pflegern der Intensivstation entwickelt. Die Praxisanleiter der Intensivstation führten mit den Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege eine Pflegevisite durch, die auch in der generalistischen Ausbildung einen Platz im Klinikunterricht findet.

Das Feedback der Auszubildenden, die an diesen Klinikunterrichtstagen bereits teilgenommen haben, ist sehr gut. Laut der Aussage der Auszubildenden fühlen sie sich gut für die erste Zeit in der Praxis vorbereitet.

Dranbleiben, auch während der Ausbildung

Aufgrund der guten Rückmeldung unserer Auszubildenden sind wir sehr motiviert den weiteren Klinikunterricht während der Ausbildung konkret zu planen. Dazu werden sowohl Auszubildende als auch Praxisanleiter einbezogen. Die Auszubildenden werden nach Wünschen zu möglichen Themen befragt. Oft sind das Tätigkeiten, die eventuell im stressigen Stationsalltag nicht die gewünschte Aufmerksamkeit erhalten, wie „Richten der Medikamente“ oder „Vorbereitung von Infusionen“. Praxisanleiter werden gefragt, welche Themen ausihrer Sicht besonders relevant sind.

Geplant ist u.a. die sogenannte „Kompetenzüberprüfung“ durch unsere Hygienefachkräfte, d.h. eine Hygienefachkraft schaut einem Auszubildenden bei einem Verbandswechsel zu und evaluiert mit ihnen gemeinsam die Stärken und Schwächen.

Der Bereich der Physiotherapie soll einen festen Platz im Unterrichtszeitplan erhalten. Das Ziel ist hier den Auszubildenden zeitnah das rückenschonende Arbeiten, sowie Therapiekonzepte wie „Bobath“ näher zu bringen.

Auch Ärzte haben sich bereit erklärt an dem Klinikunterricht mitzuwirken. So können fachspezifische Themen in Ruhe besprochen werden und eventuell entwickelt sich bei den Auszubildenden eine Präferenz oder Interesse für ein Fachbereich bezüglich der späteren beruflichen Karriere. Geplant und organisiert wird der Klinikunterricht durch die Ausbildungskoordinatorin in Zusammenarbeit mit unseren Praxisanleitern.

Unser Dank gilt allen Kollegen für die Zusammenarbeit an diesem Projekt. Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit den Auszubildenden. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir damit die Qualität sowie die Attraktivität der Ausbildung steigern können.

Ewa Kropp, Koordinatorin der praktischen Ausbildung in der Park-Klinik Weißensee, kropp@park-klinik.com

Vom Start weg gut betreut: die Pflegeausbildung bei der Vivantes Hauptstadtpflege

Perspektiven für einen sinnstiftenden Beruf

Die Vivantes Hauptstadtpflege ist in ganz Berlin aktiv. Wir betreiben 18 Pflegeinrichtungen, darunter drei Kurzzeitpflegen. Wir pflegen mit Herz – und mit Verstand. Und wir geben allen, die ihre berufliche Zukunft in der Pflege älterer Menschen sehen, echte Perspektiven. Eine gute Ausbildung bedeutet bei uns vor allem: von Anfang an unterstützt werden und den Spaß am Beruf und der täglichen Arbeit dabei nicht zu kurz kommen zu lassen. Unseren 274 Auszubildenden stehen 130 Praxisanleiter*innen, davon 19 voll freigestelle Praxisanleiter*innen, mit großem Fachwissen zur Seite. Der an die Geschäftsführung angegliederte Bereich Ausbildung hält strukturell, fachlich und strategisch alle Fäden in der Hand.


Viele Wege ins Team Berlin

Oft ist es ein Schülerpraktikum oder ein Praktikum im Rahmen der Basisqualifikation oder der Sozial- und Pflegeassistentenausbildung, das den Weg in eines unserer Häuser ebnet. Oder auch ein FSJ, eine Tätigkeit als Pflegehelfer*in oder die Rekrutierung über unsere Azubikampagnen im In- und Ausland. Aber es geht auch anders. Unsere Hotline ist für alle Interessent*innen erreichbar. Hier werden alle Fragen zum Beruf und zum Ausbildungsweg beantwortet. Sind die formalen Voraussetzungen erfüllt, treffen wir uns zum Vorstellungsgespräch. Und da wir uns im Bewerbungsprozess schon kennengelernt haben, wird es ein ganz lockeres Gespräch. Denn nur wer sich wohlfühlt, kann seine Stärken zeigen und gleichzeitig sehen, ob das Team Berlin das richtige ist.

Wenn die Chemie stimmt, organisieren wir für die zukünftigen Auszubildenden ein Praktikum in einer unserer Einrichtungen, die möglichst wohnortnah liegt. Bei 18 Standorten ist das kein Problem. Drei Wochen haben die Bewerber*innen dann Zeit, den Pflegealltag kennenzulernen, den Fahrweg zu testen und zu schauen, ob auch ihr Herz an der Pflege hängt. Danach entscheiden sich Azubi in spe und die Einrichtung füreinander. Passen wir zusammen? Wunderbar, dann gehen wir den Weg zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann gemeinsam.

Der erste Tag ist immer spannend

Bei unserem Welcome Tag treffen die Auszubildenden die bekannten Gesichter aus dem Recruiting und dem Team Ausbildung. Jetzt gibt es die Einsatzplanung und das VBB-Ticket, fester Bestandteil des Jobpakets. Und unsere mit viel Liebe gestaltete Praxisbegleitmappe mit sämtlichen Informationen: Wer sind die Ansprechpartner*innen in den Einrichtungen, wie läuft die Einarbeitung in der Praxis und wie gestaltet sich der allgemeine Ausbildungsverlauf?

Die Auszubildenden starten ihren ersten Schulblock am Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe, Deutschlands größte Schule für Gesundheitsberufe mit modernen Ausbildungskonzepten und drei Standorten in Berlin. So ist auch der Schulweg nicht lang.

Sieben Wochen später begrüßen die Einrichtungen ihre Auszubildenden zum ersten Praxiseinsatz. Für das einwöchige Einarbeitungskonzept für Auszubildende mit Informationen zum Arbeitsablauf und Übungen an der Pflegepuppe sind bei uns die Freigestellten Praxisanleitenden zuständig, das erleichtert den Start ins Pflegeleben. Ab Woche zwei beginnt das Lernen auf dem Wohnbereich. Jetzt kann es losgehen mit der Arbeit unter Anleitung in der eigenen Bezugspflegegruppe mit fünf Bewohner*innen.

Das Team Ausbildung ist immer da

Ob beim Start, während der Ausbildung oder in der Examensphase: die freigestellten Praxisanleitenden begleiten unsere Auszubildenden auf ihrem Weg. Sie leiten an, beraten und unterstützen. So auch bei Sprachdefiziten im wöchentlichen Fachsprachetraining oder auch dann, wenn es mal nicht um Berufliches geht. Bei Konflikten auf den Wohnbereichen sind die Praxisanleitenden Unterstützung und vertrauensvolle Zuhörer*in.

Hilfe fürs Examen

Im letzten Semester führen alle Hauptstadtpflege-Einrichtungen das Projekt „Ausbildungswohnbereich“ durch. Die Auszubildenden des dritten Lehrjahres übernehmen für einen Monat eigenständig die Organisation und Durchführung aller anfallenden Aufgaben auf dem Wohnbereich. Unterstützt werden sie von den Auszubildenden der nachfolgenden Lehrjahre. So können alle voneinander lernen und unsere Auszubildenden gehen selbstbewusst in ein erfolgreiches Examen.

Auf ins echte Leben!

Wir bieten allen Auszubildenden eine Anstellung als Pflegefachkraft in unseren Einrichtungen. Dafür gibt es ein vereinfachtes Bewerbungsverfahren und ein halbes Jahr vor Abschluss das Übernahmeangebot durch die Leitung der praktischen Ausbildung.

Ist der Prüfungsstress vorbei und das Examen bestanden, werden unsere Pflegefachkräfte auf der großen Examensfeier gebührend geehrt.  Ein gelungener Abschluss für drei Jahre Ausbildung. Jetzt geht es auf ins echte Leben – bei der Vivantes Hauptstadtpflege.

Franziska Meyer zu Schwabedissen, Leiterin praktische Ausbildung der Vivantes Forum für Senioren GmbH, franziska.meyerzuschwabedissen@vivantes.de