Gute Beispiele - gute Pflege: Vivantes Klinikum im Friedrichshain

Verbesserung der Arbeitsbedingungen am Beispiel von Implementierung eines Medizinproduktes zur digitalen und elektronischen Erhebung der Vitalparameter

Medizinprodukte in Form von Monitoren zur digitalen Erhebung der Vitalparameter wurden im Zuge der Digitalisierung der Patientenkurve auf den Normalpflegestationen in der Somatik des Vivantes Klinikums im Friedrichshain mit folgenden Zielen flächendeckend eingeführt:

·        Erhöhung der Patientensicherheit

·        Reduzierung der Messfehler bei der Erhebung der Vitalwerte nach Einführung durch eine valide und sicherere, technikgestützte Variante

·        Reduzierung der Übertragungsfehler

·        Höhere Praktikabilität in der Dokumentation und Reduzierung des zeitlichen Aufwandes

Die Monitore fügen sich als elementarer Teilbereich der Versorgungstrias im Rapid Response System mit Early Warning Score ein.

Zunächst wurden zwei Pilotstationen benannt, auf denen die Monitore zum Einsatz kamen. Neben den oben genannten Zielen wurde ein weiteres klares Ziel verfolgt: die direkte Unterstützung im pflegerischen Alltag in Form von Zeitersparnis.  

Nach Schulungen des Personals auf den Pilotstationen kamen die Monitore dort zum Einsatz. Die Vorgehensweise ist folgende: Die Patienten-ID wird am Armband des* der Patient*in durch die Pflegekraft gescannt, der Name auf dem Monitor-Bildschirm geprüft. Es werden folgende Vitalparameter gemessen: Blutdruck, Pulsfrequenz, Sauerstoffsättigung, Atemfrequenz und Temperatur. Manuell können folgende Parameter dazu eingegeben werden: Größe, Gewicht, Schmerz in Ruhe, Schmerz bei Belastung. Die Werte werden nach Überprüfung und Speicherung automatisch in die elektronische Patientenkurve übertragen.

Nach sechs Wochen erfolgte die Evaluation, mit folgenden Ergebnissen:

·        Erhöhung der Patientensicherheit durch exakte Messungen

·        Wesentliche Zeitersparnis bei der Erhebung der Vitalparameter und Dokumentation

·        Prinzip der zeitnahen Dokumentation wird generiert durch schnellen Transfer der erhobenen Daten in die elektronische Patientenakte

·        Hohe Praktikabilität - ein Gerät für unterschiedliche zu erhebende Vitalwerte

·        Reduzierung der Übertragungsfehler beim Dokumentieren durch elektronische, direkte und einfache Übermittlung der Daten, sobald IT-seitige Störungen behoben sind

·        Erhöhung des Sicherheitsempfindens beim Pflegepersonal

·        Abweichung vom Projektnutzen: Übertragungsfehler aufgrund technischer Übertragungsschwierigkeiten und Anwenderfehler (WLAN, Scan-Reihenfolge nicht eingehalten)

Hier das konkrete Ergebnis zum Faktor Zeit (monatliche Berechnung bei einer maximalen Belegung von 48 Betten) siehe folgende Abbildung:

Die positiven Ergebnisse z. B. die Erhöhung der Patientensicherheit, die sichere Dokumentation, die Praktikabilität und nicht zuletzt die nachgewiesene Zeitersparnis – als pflegeentlastendes Parameter, überzeugten Pflegedirektorin, die Stationspflegeleitungen und die Mitarbeitenden auf den Stationen. Aktuell sind die Monitore auf allen somatischen Normalstationen eingeführt.

Martina Henke, Pflegedirektorin, martina.henke@vivantes.de

Dorothea Jäkel, Referentin der Pflegedirektion, dorothea.jaekel@vivantes.de

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