Im Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee zeigt sich in der Akutpsychiatrie ein Bild, das im aktuellen Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung gewinnt: stabile Teams, geringe Fluktuation und ein eingespieltes Zusammenspiel der Stationen im täglichen Betrieb.
Das Krankenhaus hat in den vergangenen Jahren gezielt daran gearbeitet, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Mitarbeitende entlasten und langfristig binden. Dabei steht nicht eine einzelne Maßnahme im Mittelpunkt, sondern ein Zusammenspiel aus verlässlichen Strukturen, klarer Kommunikation, Entwicklungsmöglichkeiten und funktionierenden Abläufen im Alltag.

Ulrich Vallaster, stellvertretender Pflegedirektor und Bereichsleiter der Akutpsychiatrie mit den Stationen 1 St. Cuirinius, 2 St. Dominicus, 4 St. Franziskus, 5 St. Gertrud sowie der Akutaufnahme St. Florian, beschreibt die Wirkung dieser Entwicklung aus der Praxis heraus.
„Ein großer Schritt in Sachen Arbeitserleichterung“
Für Ulrich Vallaster zeigt sich Entlastung vor allem dort, wo Prozesse im Alltag zuverlässig funktionieren und keine zusätzliche Energie im Team binden:
„Wenn das gut funktioniert, kann das ein echter großer Schritt in Richtung Arbeitserleichterung sein – sowohl aus Arbeitgeber- als auch aus Mitarbeitersicht.“
Im Mittelpunkt steht dabei die Erfahrung, dass die größte Belastung im Alltag häufig nicht allein aus der Pflegearbeit selbst entsteht, sondern aus der organisatorischen Koordination im Hintergrund – insbesondere dann, wenn viele kleine Abstimmungen parallel notwendig sind.
Stabile Teams entstehen nicht zufällig – sondern durch mehrere Säulen
Die stabile Personalsituation im St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee ist eng verbunden mit mehreren Faktoren, die im Alltag zusammenspielen.
Dazu gehört zunächst die Verlässlichkeit in den Arbeitsabläufen, die es Mitarbeitenden ermöglicht, sich auf ihre eigentliche Tätigkeit zu konzentrieren, ohne dauerhaft zusätzliche organisatorische Reibung zu erleben.
Ein weiterer zentraler Baustein ist die Kommunikation im Team und zwischen den Stationen, die kurzfristige Entscheidungen erleichtert und Orientierung im Alltag gibt. Besonders hervorzuheben ist dabei auch die wertschätzende Kommunikation im interprofessionellen Team, die dazu beiträgt, dass Zusammenarbeit nicht nur funktional, sondern auch tragfähig und entlastend erlebt wird.
Darüber hinaus spielt die gezielte Entwicklung der Mitarbeitenden durch Fort- und Weiterbildungen eine wichtige Rolle. Dazu zählt auch die Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann mit Schwerpunkt Psychiatrie, die gezielt auf die besonderen Anforderungen des Fachbereichs vorbereitet und langfristig zur Fachkräftesicherung beiträgt.
Ergänzend gewinnt auch das internationale Recruiting zunehmend an Bedeutung, um Teams gezielt zu verstärken und Vielfalt in den Versorgungsalltag zu integrieren.
Ebenso wichtig ist die Stärkung der Leitungsteams, die als zentrale Schnittstelle zwischen strategischer Planung und operativem Alltag fungieren und wesentlich dazu beitragen, Stabilität in komplexen Situationen zu sichern.
Ulrich Vallaster beschreibt die Gesamtwirkung dieser Faktoren als entscheidend für Zufriedenheit und langfristige Bindung: Mitarbeitende, die Entwicklungsmöglichkeiten sehen und nutzen können, bleiben dem Haus eher verbunden und identifizieren sich stärker mit ihrer Arbeit.
Nicht zuletzt ist auch die Planbarkeit im Alltag trotz hoher Dynamik ein wichtiger Faktor – insbesondere in einem Bereich wie der Akutpsychiatrie.
Diese Kombination trägt dazu bei, dass Fluktuation im Haus gering bleibt und Teams stabil zusammenarbeiten können.
Organisation als Entlastungsfaktor im Hintergrund
Die Akutpsychiatrie ist ein Bereich, in dem hohe Dynamik zum Alltag gehört. Patientensituationen verändern sich kurzfristig, Belastungsspitzen entstehen unerwartet, und Teams müssen flexibel reagieren.
Entscheidend ist dabei weniger die Existenz dieser Dynamik – sondern die Frage, wie gut sie organisatorisch aufgefangen wird.
Im St. Joseph-Krankenhaus wird dabei besonderer Wert daraufgelegt, dass Strukturen im Hintergrund nicht zusätzlich belasten, sondern Orientierung geben und Abläufe stabilisieren.
„Unter der Leitung von Sofie Nolte-Kräft haben wir Strukturen etabliert, die im Alltag spürbar Stabilität geben und es ermöglichen, auch größere Veränderungen im System ohne zusätzliche Belastung für die Teams zu bewältigen“, betont Ulrich Vallaster.
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Reaktionsfähigkeit ohne Reibungsverluste
Ein zentrales Thema im Alltag ist der Umgang mit kurzfristigen Veränderungen im Dienst- und Stationsbetrieb.
Wenn Ausfälle oder Anpassungen auftreten, ist entscheidend, wie schnell und klar reagiert werden kann, ohne dass lange Abstimmungsschleifen entstehen.
Hier kommen auch digitale Unterstützungsstrukturen zum Einsatz, unter anderem im Bereich Ausfallmanagement und Poolmanagement durch die App von CrewLinQ, die helfen, verfügbare Ressourcen schneller sichtbar zu machen und kurzfristige Lücken strukturierter zu schließen sowie die Personaleinsatzplanung zu optimieren.
„Solche Lösungen helfen uns vor allem dabei, kurzfristige Ausfälle und Pooleinsätze so zu steuern, dass die Teams stabil bleiben und die Organisation im Hintergrund nicht zum zusätzlichen Belastungsfaktor wird“, sagt Ulrich Vallaster.
Das Ziel ist dabei nicht Automatisierung um ihrer selbst willen, sondern eine bessere Steuerbarkeit im Alltag.
Zufriedenheit als zentraler Faktor für Stabilität
Neben Struktur und Organisation spielt auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden eine entscheidende Rolle für die Stabilität im Haus.
Zufriedenheit entsteht dabei nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel aus verlässlichen Arbeitsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten, guter Zusammenarbeit im Team und funktionierenden Abläufen im Alltag.
Diese Faktoren wirken direkt auf die Bindung der Mitarbeitenden und tragen dazu bei, dass das Krankenhaus im Bereich der Akutpsychiatrie über stabile Teams verfügt.
Im Mittelpunkt steht dabei kein zusätzlicher Aufbau von Prozessen, sondern die Optimierung bestehender Abläufe.
Wenn Informationen schneller verfügbar sind, Abstimmungen reduziert werden und Ressourcen besser genutzt werden können, entsteht mehr Zeit für die eigentliche Aufgabe: die Versorgung der Patientinnen und Patienten.
Das reduziert nicht die Anforderungen der Pflege, aber den organisatorischen Aufwand, der sie begleitet.
Reformdruck und Klinikpakete – entscheidend ist die Wirkung im Alltag
Neben den internen Strukturen spielt auch der größere gesundheitspolitische Rahmen eine Rolle. Die aktuellen Klinikpakete und Reformansätze im Gesundheitswesen sollen Versorgung stabilisieren und Prozesse neu ordnen.
Im Alltag der Akutpsychiatrie am St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee zeigt sich jedoch, dass solche Veränderungen vor allem dann Wirkung entfalten, wenn sie im operativen Betrieb tatsächlich ankommen.
Ulrich Vallaster macht aus der Praxisperspektive deutlich, dass Reformen nur dann entlastend wirken, wenn sie sich in den täglichen Abläufen der Stationen widerspiegeln. Entscheidend sei weniger die Systemebene allein, sondern die Frage, ob Teams dadurch spürbar besser arbeiten können – ohne zusätzliche organisatorische Belastung im Alltag.
Gerade im Kontext der Reform wird deutlich, dass insbesondere flexible Personallösungen künftig eine zentrale Rolle spielen werden, wobei digitale Unterstützungsansätze wie CrewLinQ genau an dieser Schnittstelle zur Entlastung und besseren Steuerbarkeit im Alltag beitragen können.
„Im Zusammenspiel mit Lösungen wie CrewLinQ für Ausfall- und Poolmanagement können wir solche Veränderungen aus Reformen oder Klinikpaketen im Alltag deutlich besser abfangen, ohne dass sie zusätzliche Belastung für die Teams erzeugen.“
Fazit: Stabilität entsteht durch das Zusammenspiel vieler Faktoren
Das St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee zeigt, dass stabile Teams und geringe Fluktuation nicht zufällig entstehen, sondern das Ergebnis eines funktionierenden Gesamtsystems sind.
Entscheidend ist das Zusammenspiel aus verlässlichen Strukturen, guter Kommunikation, Entwicklungsmöglichkeiten, stabilen Arbeitsbedingungen und funktionierender Organisation im Hintergrund.
Oder wie es aus der Praxis beschrieben wird: Wenn Prozesse gut funktionieren, entsteht genau dort die entscheidende Arbeitserleichterung – und damit die Grundlage für stabile Teams und langfristige Mitarbeiterbindung.
Verfasserin:
Alyssa-Celine Schönfeld
Head of Marketing
CrewLinQ GmbH